Lehrstuhl für Didaktik der Mathematik

Universität Würzburg

Fortbildungsveranstaltung
für Lehrkräfte an Grundschulen

 

Thema:           Umgang mit dem Phänomen „Rechenschwäche“

Termin:          Dienstag, 4. April 2006

Ort:                  Informatikgebäude der Universität Würzburg am Hubland

Lageplan:      http://www.informatik.uni-wuerzburg.de/lageplan/uebersicht.html

Programm:

Zeit

Inhalt

Ort

9.00‑9.15

Begrüßung und kurze Einführung in den
Tagesablauf und die Organisation

Zuse-Hörsaal

9.15‑10.45

Dr. Kristin Krajewski (Universität Würzburg)

Früherkennung und Prävention von Rechenschwäche

Zuse-Hörsaal

 

Der Vortrag stellt die Ergebnisse einer Langzeitstudie dar, die über vier Jahre hinweg Kinder in ihrer mathematischen Entwicklung vom letzten Kindergartenjahr bis zum Ende der Grundschulzeit verfolgte und dabei Vorläuferfertigkeiten identifizierte, die für einen erfolgreichen Erwerb der Grundschulmathematik bedeutsam sind. Als Fazit wird die Bedeutung des vorschulischen Mengen- und Zahlenwissens für die mathematischen Kompetenzen bis zum Ende der Grundschule aufgezeigt. Um herauszustellen, wie dieses Wissen systematisch aufgebaut werden sollte, werden Schlussfolgerungen für die Früh­förderung des Mathematikverständnisses gezogen und anhand eines eigens entwickelten vorschulischen Trainings­programms zur „Mengen­bewusstheit von Zahlen“ überprüft.

10.45‑11.15

Kaffeepause

 

11.15-12.45

Prof. Dr. Jens Holger Lorenz (Universität Heidelberg)

Arithmetisches Denken von Kindern und seine
Störungen –Ursachen und mögliche Förderung

Zuse-Hörsaal

 

In dem Vortrag wird auf die Repräsentation von Zahlen und Rechenoperationen im Kopf eingegangen und auf die notwendigen kognitiven Fähigkeiten, über die Kinder bei Schuleintritt verfügen müssen, um dem Mathematikunterricht folgen zu können. Dafür werden diagnostische Verfahren für die Eingangsklassen vorgestellt und Fördermöglichkeiten diskutiert.

12.45-14.00

Mittagspause

Mensa

14.00-15.30

Prof. Dr. Christoph Selter (Universität Dortmund)

Mehr Blitzrechnen, weniger Rechenschwierigkeiten?

Zuse-Hörsaal

 

Unter Blitzrechnen werden diejenigen Anteile des Kopfrechnens verstanden, die zu bestimmten Zeitpunkten im Lernprozess auswendig verfügbar sein sollten oder vergleichsweise schnell aus gedächtnismäßig verfügbarem Wissen abgeleitet werden können.

Das Hauptsymptom für (normale) Rechenschwierigkeiten und für sich daraus entwickelnde schwerwiegende Rechenstörungen ist das verfestigte zählende Rechnen und damit einhergehend der zu geringe Anteil von (quasi-)automatisierten Grundaufgaben.

Im Vortrag wird anhand von Beispielen aus dem Unterricht dargestellt, wie dort das regelmäßige (anfangs anschauungsgestützte) Blitzrechnen dazu beitragen kann, das Auftreten von Rechenschwierigkeiten und Rechenstörungen weniger wahrscheinlich zu machen.