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Deutsch Intern
    Lehrstuhl für Didaktik der Mathematik

    Fortbildung „Mathematik spielerisch? - spielerisch Mathematik!“ (MS, RS, GY)

    Organisatorischer Rahmen:

     

    Termin: Dienstag, 09. Oktober 2018, 08:45 – 17:00 Uhr
    Ort: Universität Würzburg, Hubland Campus Nord, BSZ, [Josef-Martin-Weg 64]

    Programm zum [Download] (bald vorhanden).

     

    Die Lehrerfortbildung ist Teil einer Istron-Tagung.

    Hauptvorträge

    Hans-Wolfgang Henn
    Hans-Wolfgang Henn

    Hauptvortrag I: Hans-Wolfgang Henn (TU Dortmund)

    Spielzeug - mathematisch betrachtet

    Mehr als die Not, die sprichwörtlich erfinderisch macht, ist der menschliche Spieltrieb eine Quelle des technischen Fortschritts. Im Vortrag werden einige Spielzeuge vorgestellt, zu deren Erklärung mathematische Modelle verwendet werden, die auf Inhalten der Analytischen Geometrie und Linearen Algebra basieren.

    Gabriele Kaiser
    Gabriele Kaiser

    Hauptvortrag II: Gabriele Kaiser (Universität Hamburg / Australian Catholic University)

    Spielerisch die (mathematische) Welt entdecken - Modellierung im Mathematikunterricht

    Im Vortrag werden verschiedene Ansätze, spielerisch die (mathematische) Welt zu entdecken, vorgestellt. Dabei werden einerseits eher lokale Ansätze, die sich kanonisch in den Mathematikunterricht im Rahmen einer Doppelstunde integrieren lassen, dargestellt, z.B. die Frage nach dem Volumen der Skulptur des Seeler-Fußes vor dem Hamburger Fußballstadium. Des Weiteren sollen auch umfangreichere, projektartigere Ansätze, Mathematik spielerisch zu entdecken, vorgestellt werden wie der Vergleich der Ampelsteuerung an einer Verkehrskreuzung mit einem Verkehrskreisel, der spielerisch-simulierend bearbeitet werden kann. Dabei sollen unterrichtliche Ansätze und mögliche Schülerlösungen dargestellt werden, um damit eine konkrete Umsetzung in den eigenen Unterricht zu ermöglichen. Abschließend soll auf die bedeutsame Rolle von Schülerreflektionen über das eigene Handeln eingegangen werden und es sollen Ergebnisse empirischer Studien anhand von Videoaufzeichnungen beschrieben werden.

    Workshops

    Frank Förster
    Frank Förster

    Frank Förster (Technische Universität Braunschweig):

    Mathematik im Schulgarten – Klar! Aber was und wie? (Sek I)

    Rund um einen Schulgarten kann man eine Menge Mathematik betreiben. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Sekundarstufe I auf geometrischen Themen, die im Gelände, losgelöst von Schulbuch, Schülerheft oder Computerbildschirm, ihrer ursprünglichen Bedeutung der „Erdvermessung“ wieder näher kommen. Aber auch die Pflanzen oder Tiere des Schulgartens selbst können Objekt mathematischer Betrachtungen sein.

    Mögliche Themen des Workshops (der Rahmen liegt fest :-), die genaue Auswahl kann aber in Ab-sprache mit den TeilnehmerInnen erfolgen): Populationsgrößen bestimmen. Der Schwänzeltanz der Bienen und Koordinatensysteme. Phyllotaxis: Pflanzenformen rund um den goldenen Schnitt und die Fibonacci-Folge. Das Anlegen von geometrischen Formen im Gelände. Kartographieren des Schulgar-tens: Höhenbestimmungen von Bäumen und Tiefenmessungen in Teichen.

    Günter Graumann
    Günter Graumann

    Günter Graumann ([...]):

    Tonsysteme im Mathematikunterricht der Sekundarstufe I (Sek I)

    [...].

    Norbert Oleksik
    Norbert Oleksik
    Stephan Günster
    Stephan Günster

    Stephan Günster, Norbert Oleksik (Universität Würzburg)

    Qwixx – mit Spiel Mathematik! (Sek. I)

    Was ist naheliegender als ein Spiel als Ausgangspunkt zu wählen, wenn es darum geht Mathematik spielerisch bzw. spielerisch Mathematik zu betreiben? Am besten eignen sich dazu natürlich Spiele, die Spaß machen, die man vielleicht auch außerhalb der Schule kennt und die intuitive Anlässe für mathematische Überlegungen liefern. Unsere Wahl viel dabei auf das Spiel Qwixx, welches 2013 für das Spiel des Jahres nominiert wurde.

    Im Workshop wird erarbeitet, wie ausgehend von den Spielregeln mathematisch begründete Strategien entwickelt und neue Spielideen abgeleitet werden können. Dabei steht der Wahrscheinlichkeitsbegriff im Zentrum. Außerdem werden einige Fragestellungen und Ergebnisse von Schülerinnen und Schülern vorgestellt, die sich im Rahmen der Schülerprojekttage selbstständig in Projektarbeit mit Qwixx und dem Würfeln an sich beschäftigt haben.

    Hans Humenberger
    Hans Humenberger

    Hans Humenberger (Universität Wien)

    Das PageRank-System von Google – eine aktuelle Anwendung im Mathematikunterricht

    Wie kommt eigentlich Google zu einer Reihung der zu einem Begriff gefundenen Internetseiten, so dass wichtige, relevante Seiten relativ weit vorne in dieser Liste zu finden sind? Jeder von uns und auch Schüler/innen benutzen fast täglich Google, so dass dies sicher eine authentische und realitätsbezogene Fragestellung ist. Es zeigt sich, dass die dahinter steckende grundlegende Idee relativ einfach ist (Grenzverteilung bei einer Markoff-Kette). Der Vortrag soll aufzeigen, dass und wie dieses Thema im Schulunterricht – insbesondere in einem Leistungskurs – behandelt werden könnte. „Zufällige Prozesse – Markoff-Ketten“ (in elementarer Form) gehören in manchen deutschen Bundesländern zum Lehrstoff in der Oberstufe, denn es ist ein Gebiet, in dem der Vernetzungsgedanke sehr gut verwirklicht werden kann (Stochastik, Lineare Algebra, Analysis).

    Hans Humenberger
    Hans Humenberger

    Hans Humenberger (Universität Wien)

    Mathematische und praktische Aktivitäten rund um die Leonardo-Brücke

    Die Leonardo-Brücke ist ein relativ bekanntes Phänomen: Leonardo da Vinci war ihr Erfinder und Namensgeber. Es steckt sehr viel elementare Mathematik in ihr, man muss sie nur entdecken! Schülerinnen und Schüler werden diese beim Bauen so einer Brücke vielleicht nicht von selbst suchen, aber sie können durch konkrete Aufgabenstellungen dazu animiert werden. So kann ein konkretes historisches Phänomen, dessen Modell auch im Unterricht leicht nachgebaut werden kann (und soll!), zum Anlass genommen werden, substanzielle Mathematik zu betreiben (Prozess!).

    Der Vortrag soll für verschiedene Klassenstufen einige Möglichkeiten aufzeigen. Im Anschluss an den Vortrag sollen mit Dachlatten Leonardo-Brücken im Freigelände gebaut werden, die man im Idealfall dann auch wirklich betreten kann.

    Bastian Paskuda
    Bastian Paskuda

    Bastian Paskuda (Olympia-Morata-Gymnasium Schweinfurt):

    Escape Room – Mission Math (Sek I)

    In den letzten Jahren sprießen so bezeichnete „Escape Rooms“ wie Pilze aus dem Boden und bereichern in vielen Städten das Unterhaltungs- und Freizeitangebot. Eine kleine Personengruppe wird hierbei gemeinsam in einen Raum „eingesperrt“ und muss innerhalb eines definierten Zeitfensters mehrere Aufgaben erfüllen bzw. sich hieraus erschließende Rätsel lösen, die letztlich zur „Befreiung“ aus dem Escape Room führen. Neben Geschicklichkeit, Logik und Verstand kommt es bei diesem Gruppenspiel vor allem auch auf Teamwork und gute Kommunikation an.

    Im angebotenen Workshop werden Elemente eines „mathematischen“ Escape Rooms vorgestellt, in dessen Fokus das Lösen diverser Modellierungsaufgaben steht. Durch das richtige Aneinanderreihen einer Zahlen- und Buchstabenkombination soll ein Code dechiffriert werden. Dies gelingt schrittweise, indem man z.B. den Inhalt der Wischfläche eines Scheibenwischers oder Volumina realer Gebäude bestimmt, das Bevölkerungswachstum verschiedener Länder richtig prognostiziert, die Masse einer Bakterienkultur dem Feld eines überdimensionalen Schachbretts zuweist, den „Formfaktor“ der tragenden Konstruktion der SVINESUNDBRÜCKE errechnet oder die bei einer vorgegebenen Anzahl von Pedalumdrehungen notwendige Kettenblatt-Ritzel-Kombination für das Zurücklegen einer definierten Strecke per Rad herausfindet. Getüftelt und gearbeitet wird hierbei an echten Modellen, an Skizzen und natürlich am PC. Der richtige Code öffnet eine Datei, die den entscheidenden Hinweis für die Befreiung gibt.

    Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Workshop haben die Gelegenheit dazu, einige Spielstationen selbst auszuprobieren und neue zu entwickeln.

    Uwe Schürmann
    Uwe Schürmann

    Uwe Schürmann (WWU Münster)

    Farben und analytische Geometrie

    Farben bzw. Farbmodelle, wie sie bei Computern und co. zum Einsatz kommen, bieten die Möglichkeit, einen Großteil der Inhalte der analytischen Geometrie anschaulich und anwendungsbezogen zu unterrichten. Hierzu werden im Workshop verschiedene Farbmodelle kurz erläutert und gezeigt, wie mittels des Kontextes Farben zentrale Begriffe der analytischen Geometrie in der Oberstufe motiviert und anschaulich fassbar gemacht werden können. Vorgestellt und diskutiert werden dabei ausschließlich erprobte unterrichtspraktische Beispiele. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops erhalten zum einen fertige Unterrichtsmaterialien und zum anderen die Möglichkeit, diese direkt auszuprobieren. Auf den möglichen (aber nicht notwendigen!) Computereinsatz zum Kontext Farben wird an den entsprechenden Stellen eingegangen.

    Anmeldung via FIBS

    Anmeldung zur Veranstaltung:

    MS-, RS- und GY-Lehrkräfte können sich über FIBS zur Veranstaltung ab sofort anmelden:

    Nach der Anmeldung in FIBS können die Workshops gebucht werden. Details entnehmen Sie bitte der Ausschreibung in FIBS.

     

    Rückblick

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    Lehrstuhl für Mathematik V (Didaktik der Mathematik)
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