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Es werden in drei Räumen gleichzeitig verschiedene Vorträge angeboten. Manche dieser Vorträge werden wiederholt. Eintritt: Erwachsene 5 Euro, Schüler 3 Euro. Bitte die Eintrittskarten vorher und rechtzeitig am Kulturspeicher abholen. Tel. 0931-3 22 25-0.
Vom 18. – 29. April wird eine Auswahl der im Rahmen des Schülerwettbewerbs „Kunst und Mathematik“ eingereichten Exponate ausgestellt.
Zeit
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Raum I – Foyer
ca. 150 Sitzplätze |
Raum II – VA
ca. 70 Sitzplätze |
Raum III - Tanzspeicher
ca. 100 Sitzplätze |
19.00 – 19.30 Uhr |
Prof. Dr. Timo Leuders, PH Freiburg,
Über das Vor-Finden und Er-Finden in Mathematik und Musik (mit hörbaren Beispielen) |
Prof. Dr. Andreas Filler, PH Heidelberg, 3D-Computergrafik: Mathematik, Kunst und Realität |
Prof. Dr. Thomas Weth, Universität Erlangen/Nürnberg, Schönheit der Mathematik |
19.35 – 20.05 Uhr |
Tanzwerkstatt Thomas Kopp: Bewegte Skulpturen im atmosphärischen Raum |
Prof. Dr. Heinz Schumann, PH Weingarten, Computergestütztes Konstruieren und Verändern von Objekten der Konkreten Kunst |
Prof. Dr. Herbert Henning, Universität Magdeburg, "Ist Schönheit messbar?" |
20.10 – 20.40 Uhr |
Prof. Dr. Dietmar Guderian, PH Freiburg: Mathematik und Kunst
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Jan Wörler, Dr. Nils Rosehr, Universität Würzburg: Computeranimationen von Bildern der Konkreten Kunst |
Johanna Heitzer, Korschenbroich, Spiralen – Faszinierende Objekte in Umwelt und Kunst |
20.40 – 21.15 Uhr
21.00 Uhr |
Pause
Verleihung der Preise für die besten Schülerexponate
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21.15 – 21.45 Uhr |
Prof. Dr. Timo Leuders, PH Freiburg: Über das Vor-Finden und Er-Finden in Mathematik und Musik (mit hörbaren Beispielen) |
Prof. Dr. Heinz Schumann, PH Weingarten: Computergestütztes Konstruieren und Verändern von Objekten der Konkreten Kunst |
Dr. Jürgen Roth, Universität Würzburg: Konkrete Kunst und Bewegung |
21.50 – 22.25 Uhr |
Tanzwerkstatt Thomas Kopp: Bewegte Skulpturen im atmosphärischen Raum |
Christian Weiß, Zufall als Werkzeug - Monte-Carlo-Methoden in der Kunst. |
Prof. Dr. Herbert Henning, Universität Magdeburg, "Ist Schönheit messbar?" |
22.30 – 23.00 Uhr |
Prof. Dr. Thomas Weth, Universität Erlangen/Nürnberg, Schönheit der Mathematik |
Prof. Dr. Andreas Filler, PH Heidelberg, 3D-Computergrafik: Mathematik, Kunst und Realität |
Johanna Heitzer, Korschenbroich, Spiralen – Faszinierende Objekte in Umwelt und Kunst |
Vorträge:
Johanna Heitzer
Spiralen - ein Phänomen an der Schnittstelle von Kunst und Mathematik
Spiralen gehören zu den faszinierenden Phänomenen, die seit Jahrtausenden Menschen inspiriert und sowohl die Kunst als auch die Wissenschaft vorangetrieben haben. In der Kunstgeschichte gibt es von der Steinzeit bis heute keinen Kulturkreis, der das Spiralmotiv außer Acht gelassen hätte. In der Mathematikgeschichte haben Beschreibung und Untersuchung von Spiralen zur Entwicklung wesentlicher Begriffe und Methoden geführt. Einige der größten Mathematiker und einige der größten Künstler aller Zeiten setzten sich explizit und intensiv mit dem Spiralphänomen auseinander.
Auch Gemeinsamkeiten und Zusammenspiel von Kunst und Mathematik werden deshalb am Spiralmotiv exemplarisch deutlich: Beide Disziplinen gehen von der Wirklichkeit aus und brauchen sie als Inspiration, in beiden sind Schönheit und Einfachheit von zentraler Bedeutung. Mathematik und Kunst haben große Themen wie Symmetrie, Dimension und Unendlichkeit und zentrale Gegensatzpaare wie Statik und Dynamik oder Ordnung und Chaos gemeinsam. Am Beispiel der Spiralen zeigt sich, dass die Verbindung beider Disziplinen ausgesprochen bereichernd sein und zu neuen Sichtweisen und tieferem Verständnis führen kann.
Jürgen Roth
Konkrete Kunst und Bewegung
An Beispielen aus der Sammlung Peter C. Ruppert werden Aspekte der Bewegung in der Konkreten Kunst aufgezeigt. Dabei wird an Hand von Animationen auch die Bedeutung der Mathematik als dynamisches Kreativitäts- und Interpretationswerkzeug herausgearbeitet.
Timo Leuders
Abstrakte / Konkrete }{ Kunst / Mathematik.
Über das Vor-Finden und Er-Finden in Mathematik und Musik
Konkrete Musik und Konkrete Mathematik? Was findet die Musik Konkretes
in der Mathematik? Komponisten finden mathematische Strukturen vor und
nutzen Sie, um ihren Erfindungen Gestalt, Kohärenz und strukturellen
Sinn zu verleihen. Ein wenig bekanntes Beispiel soll vorgestellt werden,
und daran die Frage aufgeworfen werden, ob der Komponist damit die
Grenze von der Musik zur Mathematik unumkehrbar überschritten hat, oder
ob er das Wagestück fertig bringt, mit seinen beiden Beinen in zwei
Welten zu stehen.
Tom Johnson (Jahrgang 1939) ist „Amerikaner in Paris“ und ein
experimentierfreudiger Musikschaffender, der seine Inspiration in
seiner Freude an der Erkundung mathematischer Strukturen sucht. Er
findet wie ein Kind auf dem Spielplatz ein „mathematisches Förmchen“
nach dem anderen und zeigt allen, die ihre Freude daran haben, seine
kleinen Küchlein, die er damit backt. Anders als viele Zeitgenossen
versteigt er sich dabei nicht in sein eigenes System, bis es
unmitteilbar wird, sondern will den Zuhörer teilhaben lassen an dem
Wunder, das aus „richtiger“ Mathematik „richtige“ Musik werden lässt.
Herbert Henning
Ist Schönheit messbar?
Kann man mit Hilfe der Mathematik das Lächeln der „Mona Lisa“, die
Faszination des Gemäldes „Die sixtinische Madonna“ und die Schönheit von
Sonnenblumen und Rosenblüte sowie das Wachsen der Springkrautpflanze
mathematisch erklären? Der „Goldene Schnitt“ erklärt so manches
Geheimnis um das Mystische eines Pentagramms, die Architektur antiker
Tempelbauen und des Kuppel-Domes von Florenz. Er taugt als „göttliche
Proportion“ auch als Ebenmaß für die "Schönheit" eines Menschen und für
den Beauty-Check einer "Hollywood-Diva".
Christian Weiß
Zufall als Werkzeug - Monte-Carlo-Methoden in der Kunst.
"Na, so ein Zufall!" - Zufall wird häufig als etwas Überraschendes,
Unerwartetes erlebt, etwas, das geschieht, ohne dass wir uns ihm
entziehen könnten. Tatsächlich kann man Zufall aber auch ganz gezielt
einsetzen, wie ein Werkzeug. Man spricht dann von sog.
Monte-Carlo-Methoden. Nach einem kurzen Streifzug durch die Geschichte
der Monte-Carlo-Methoden sollen diese am Beispiel der Bestimmung der
Kreiszahl Pi erläutert werden. Abschließend soll ihr Einfluss auf die
konkrete Kunst an Beispielen, etwa dem Werk von herman de vries,
vorgestellt werden.
Andreas Filler
3D-Computergrafik: Mathematik, Kunst und Realität
Realistische Darstellungen zu erreichen, war und ist für viele Künstler eine
Herausforderung. Neben der korrekten Wiedergabe geometrischer Proportionen
und der Perspektive beinhaltet "Fotorealismus" die Berücksichtigung der
Lichtausbreitung. Reflexionen, Brechungserscheinungen und die Schattierung
von Oberflächen lassen sich auch mathematisch beschreiben - hierin besteht
eine wichtige Grundlage der 3D-Computergrafik. Dies wird an einigen
Beispielen verdeutlicht. Exemplarisch werden dabei Analogien zwischen einer
fotorealistische Elemente enthaltenden Arbeit des niederländischen Grafikers
M.C. Escher und computergenerierten Grafiken aufgezeigt.
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